Die bürgerlichen Parteien haben bei den Kantonsratswahlen im Kanton Bern deutlich zugelegt und drohen die Regierungsmehrheit weiter auszubauen. Die zweite Hochrechnung bestätigt den Rechtsrutsch im bernischen Kantonsparlament, während die Linken Verluste hinnehmen müssen.
Die SVP verzeichnet die stärksten Gewinne und rückt auf den zweiten Platz vor, dicht gefolgt von der FDP. Beide Parteien profitieren von einem deutlichen Stimmengewinn in ländlichen Regionen und Vorstädten. Die Mitte-Parteien halten ihre Positionen weitgehend, während die SP trotz leichter Verluste stärkste Kraft bleibt.
Die Grünen und die Grünliberalen müssen dagegen Rückschläge verkraften. Die GLP verliert mehrere Sitze und fällt hinter die erhoffte Wählergunst zurück. Die Grünen bleiben zwar im Parlament vertreten, können aber nicht an ihre Erfolge der Vorjahre anknüpfen. Die Linkspartei verpasst den Einzug in den Kantonsrat.
Die definitive Sitzverteilung entscheidet sich in den kommenden Tagen. Die bürgerlichen Parteien streben eine verstärkte Zusammenarbeit an, um die seit 2018 bestehende Regierungsmehrheit zu festigen. Die SP und ihre Verbündeten hoffen auf eine möglichst enge Mehrheit der Mitte-Links-Koalition.
Quelle: SRF News