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MSCI World als ETF-Basis: Darum lohnt sich der Blick auf Alternativen

Der MSCI World ist der Klassiker unter den Basis-ETFs, doch Alternativen wie der FTSE All-World oder Weltindizes ohne US-Titel bieten gezielte Vorteile bei Diversifikation und Kosten.
29. März 2026Michael Rutt2 Min. Lesezeit

Der MSCI World gilt seit Jahren als Standardlösung für das Weltportfolio – doch Anleger, die ihre Basis breiter aufstellen möchten, haben mittlerweile fundierte Alternativen. Neben dem etablierten Index von MSCI etablieren sich auch Konkurrenzprodukte, die ähnliche Rendite-Risiko-Profile bei teils geringeren Kosten oder anderer regionaler Gewichtung bieten.

Eine naheliegende Alternative ist der FTSE All-World von Financial Times Stock Exchange. Im Gegensatz zum MSCI World erfasst dieser Index auch Schwellenländer und umfasst damit rund 3.100 Aktien aus 49 Ländern statt der 1.500 Werte des MSCI World. Für Anleger bedeutet dies eine noch breitere Diversifikation, ohne dass sie separate Emerging-Markets-ETFs zusätzlich erwerben müssen. Die Unterschiede in der jährlichen Performance fallen dabei historisch betrachtet marginal aus.

Wer seine regionalen Allokationen bewusst steuern möchte, findet mittlerweile auch spezialisierte Weltindizes ohne US-Titel. Diese Indizes adressieren vor jene Anleger, die die Dominanz nordamerikanischer Großkonzerne – im MSCI World entfallen rund 70 Prozent auf die USA – reduzieren und stärker auf Europa sowie Asien setzen wollen. Allerdings birbt diese Konzentration auch höhere Volatilität, da die US-Märkte traditionell als stabilisierender Faktor gelten.

Die Wahl des richtigen Basis-ETF hängt letztlich von der individuellen Risikobereitschaft und der gewünschten Komplexität des Depotaufbaus ab. Während Einsteiger am klassischen MSCI World kaum vorbeikommen, können erfahrenere Anleger durch die Kombination verschiedener regionaler Indizes oder den Einsatz eines All-World-ETFs Kosten sparen und ihre Allokation präziser steuern. Entscheidend bleibt die Gesamtkostenquote sowie die physische oder synthetische Replikationsmethode des gewählten Produkts.

Quelle: Heise Online