Die Vereinigten Staaten und Israel haben auch am Wochenende ihre militärischen Angriffe auf iranische Ziele fortgesetzt. Die Eskalation im Golfregion, die sich seit Mitte Juni dramatisch zugespitzt hat, zeigt bislang keine Anzeichen einer Beruhigung. Parallel dazu mehren sich jedoch die diplomatischen Bemühungen um eine Deeskalation des Konflikts.
Die amerikanisch-israelischen Luftangriffe richten sich gegen strategische Infrastruktur und militärische Einrichtungen im Iran. Washington und Tel Aviv begründen die Operationen mit der iranischen Unterstützung für schiitische Milizen in der Region sowie mit dem iranischen Atomprogramm. Teheran seinerseits hat wiederholt Vergeltungsschläge angekündigt und Drohnen sowie Raketen auf Israel abgefeuert.
In diesem angespannten Umfeld hat sich Pakistan als Vermittler angeboten. Die Regierung in Islamabad unterhält traditionell gute Beziehungen sowohl zu den USA als auch zum Iran und sieht sich in einer Position, zwischen den Fronten zu vermitteln. Die Erfolgsaussichten dieser Initiative gelten jedoch als ungewiss. Die Fronten zwischen den Konfliktparteien sind derart verhärtet, dass bisherige Vermittlungsversuche arabischer und europäischer Staaten erfolglos blieben.
Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen mit wachsender Sorge. Ein weiterer Ausweitung des Konflikts könnte die globale Energieversorgung destabilisieren und zu einer unkalkulierbaren Eskalation im Nahen und Mittleren Osten führen. Die Schweiz hat sich bislang zurückhaltend geäußert, betont aber die Notwendigkeit diplomatischer Lösungen.
Quelle: Handelsblatt