Das US-Verteidigungsministerium bereitet laut Medienberichten eine mehrwöchige Bodenoffensive im Iran vor, an der bis zu 10.000 Soldaten beteiligt sein könnten. Die Planungen deuten auf eine deutliche Eskalation des Konflikts hin, sollten die diplomatischen Bemühungen scheitern.
Nach Angaben des «Handelsblatt» unterbreitete das Pentagon Präsident Donald Trump entsprechende Optionen für ein militärisches Vorgehen. Die vorgeschlagene Operation sieht demnach eine Dauer von acht bis zehn Wochen vor und würde eine erhebliche Truppenpräsenz erfordern. Die genaue Zahl der vorgesehenen Soldaten wird unterschiedlich beziffert, Berichte sprechen von bis zu 10.000 Mann.
Parallel zu den militärischen Vorbereitungen mehren sich diplomatische Aktivitäten. Iran hat nach pakistanischen Angaben die Durchfahrt von 20 Schiffen durch seine Gewässer genehmigt. Zudem hat sich Thailand mit Teheran auf den Transport von Öl geeinigt. Diese Schritte werden teilweise als Zeichen einer gewissen Gesprächsbereitschaft gewertet, auch wenn die Spannungen zwischen Washington und Teheran weiterhin hoch sind.
Aus der deutschen Politik meldete sich indes der designierte Bundeskanzler Friedrich Merz zu Wort. US-Präsident Trump kritisierte dessen Haltung zum Iran-Konflikt öffentlich. Merz hatte zuvor eine Zurückhaltung Deutschlands bei einer militärischen Unterstützung der USA angedeutet. Die Kontroverse zeigt die wachsenden transatlantischen Spannungen angesichts einer möglichen neuen Nahost-Intervention.
Quelle: Handelsblatt